Die Oasenstadt Fachi

 

Die armselige weltverlassene Oasenstadt Fachi liegt in der fast vegetationslosen Tenere-Wüste in Niger, die zwischen dem Air-Gebirge und dem Tibesti liegt; das trockenste Gebiet der nördlichen Sahara. Die Bewohner von Fachi, Kanuri-Neger, haben ähnliche Lebensgewohnheiten wie die der Stadt Bilma, die 170km von Fachi entfernt liegt.
Die Einkünfte der Bewohner von Fachi kommen fast allein aus den sehr wichtigen Salinen (Salzquellen). Ihr Salz, und auch vereinzelt Datteln, tauschen die Kanuri-Neger mit Karawanen gegen die lebenswichtige Hirse. Sie leben also von den Salinen. Ihr Wasser ist in unbekannter Ferne eingesickert und steigt in artesischen Brunnen der Stadt auf. In der Stadt ist fast überall nur Sand. Es wachsen auch ein paar Dattelpalmen. Die Häuser sind eng aneinander gedrängt. Die Häuser, "Flachdachhäuser" genannt, sind schmucklos. Sie haben Dachterrassen, in die gespaltene Dattelpalmstämme eingebaut sind. Wegen der Salinen sind die Mauern aus Salzziegeln, denn Steine oder Tonerde werden dort nicht vorgefunden. Die Salzziegel haben allerdings einen Nachteil: Bei starkem Regen löst sich das Salz auf und schließlich zerfallen die Ziegel. Man baut die Häuser dennoch aus Salzziegeln, da Regen hier sehr selten vorkommt. Bei alten Gebäuden kann man Spuren des Regens an der Wandoberfläche erkennen. Innen wirken die Häuser wie dunkle Höhlen, sie haben keine Fenster und wegen der Sandstürme nur sehr kleine Türen. Der Fußboden besteht aus reinem Sand, teils liegen dort auch herrliche, dicke Teppiche, die von Karawanen aus dem Tezzan gebracht wurden

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