Die Präsentation

Die digitalen Hilfsmittel eröffnen eine neue Dimension für die Eigentätigkeit bei der Wissensdarbietung.

Informationsverarbeitung, Informationsdesign sind methodische Aspekte, "Selbstdarstellung vor Fremddarstellung" zeigt den wesensmäßigen Wandel einer Präsentation, wie er sich aus den Neuen Medien ergibt. Ich unterscheide vier methodisch-unterschiedlichen Bereiche zum Thema Präsentation:

 

Die spontane digitale Präsentation braucht spezielle Hilfsmittel:
- Der Desktop
- Hilfen für den spontanen Zugriff auf Dateien
- Zeigehilfen für die Maus
und spezielle methodische Fertigkeiten:
- Vergleichen
- Visualisieren
Vorbereitete Referate haben zwei grundsätzlich verschiedene Varianten:
- Der Selbstläufer enthält alle Informationen, das Referat wird zur interaktiven Multimediapräsentation. Solch ein Schülerprodukt kann zum Inhalt einer Unterrichtseinheit werden. Konstruktive Kritik an Aufbau, Inhalt, Methodik, Technik, etc. sollten das Ziel sein. Dazu muss man die Materie auch als Lehrer verinnerlicht haben.
- Die digitale Präsentation ist der Hintergrund zu einem individuell vorgetragenen Referat. Das Tafelbild mutiert zur digitalen Folie. Diese neue Form des Referats erleichtert den interaktiven Zugriff auf digitale Medien verschiedenster Art: Bild, Film, Tondokument werden nur bei Bedarf aufgerufen, "animierte" Texte unterstützen den Zuhörer, sie bieten visuelle "Haltepunkte".
Ein Tutorial ist eigentlich eine Einführung in ein Themengebiet. Im Wesen unterscheidet es sich vom Referat dadurch, dass es primär dem Selbststudium dient. (Diese Anleitung zur "Kollegen-CD" soll ein Beispiel dafür sein.) Struktur und interaktive Hilfen entsprechen dem interaktiven Selbstläufer-Referat.

Eine Variante ist die virtuelle Exkursion. Auch sie hat wie das Tutorial ein mehr lineares Informationsangebot. Es gibt nur wenige Abstecher. Die konvergente Lehr- und Lernstruktur hat primär ein eng begrenztes Lernziel im Auge.

Die Ausstellung ist das konträre Gegenstück zum Tutorial.
Jeder Besucher geht dort hin, wo es ihm am besten gefällt. Eine Führungslinie gibt es selten, Teilräume sind nach Themen geordnet, das ist alles. Informationen gibt es auf Nachfrage.

Die Präsentation von Schülerarbeiten, z.B. aus dem Fach Kunsterziehung, wird wohl in Form einer Ausstellung am besten gelingen. Das Menü "Neuigkeiten" auf dieser Kollegen-CD ist eine solche Ausstellung.