Das Hausnetz
Wissenswertes zum virtuellen Klassenzimmer

Das virtuelle Klassenzimmer lässt sich in zweifacher Weise definieren:

1. Das Klassenzimmer (z.B. der Hörsaal der Hochschule), das man über Telekommunikation erreicht.

2. Das Klassenzimmer, das seine wichtigsten Ressourcen (Bibliotheken, virtuelle Anschauung, externe Partner) außerhalb der eigenen 4 Klassenzimmerwände hat. Für die schulische Bildung ist diese zweite Definition "wesentlich", der eigentliche Lernort bleibt das reale Klassenzimmer mit seinen sozialen Kontakten.

Bei unserem virtuellen Klassenzimmer erfolgt die Integration der externen Ressourcen über ein sog. Datennetz (Hausnetz). Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Das Klassenzimmer ist über Kabel (Local Area Network, LAN) oder über Funk (Wireless-LAN) oder über Strom-Steckdose (Power-Line-Communication, PLC) mit dem Computerraum verbunden. Die Ressourcen des Computerraums können über ein derartiges Hausnetz auch vom Klassenzimmer über einen mobilen PC (Overhead-PC) genutzt werden.

Wie geht es vom Computerraum weiter ins Internet?

Die praktischste Lösung ist ein Router (gesprochen "Ruter" oder "Rauter") und ein ISDN-Anschluss. Der Router dirigiert die Datenströme vom Einzelrechner über das interne Netz zum Provider (Anbieter, z.B. WinShuttle) ins Internet und zurück zum Einzelrechner. Dabei können alle Rechner gleichzeitig mit dem Internet Kontakt haben, die Organisation übernimmt der Router. Und der Provider? Er stellt den Anschluss ans Internet gegen Entgelt zur Verfügung. Neben dem ISDN-Anschluss (Telekom) werden derzeit (1999) zwei weitere Anschlussmöglichkeiten entwickelt:
Eine Funkverbindung und ein Zugang über das Stromnetz. Beide Alternativen haben eine höhere Übertragungsrate als ISDN, was für Multimedia-Anwendungen von sehr großer Bedeutung ist.
In allen Fällen wäre eine Standleitung mit einer Gebührenpauschale wünschenswert, damit die Sachaufwandsträger der Schulen die Kosten fest einplanen können und der schulische Einsatz nicht immerwährend unter Kostendruck leidet.

Was man nun so alles mit einem hausinternen Intranet machen kann, darüber informiert eine eigene Rubrik.
Ein Duplikat der eigenen Homepage im internen Netz hilft Kosten sparen. Eine Hauszeitung, Klassenpages und eine ständig wechselnde Ausstellung machen ein Hausnetz attraktiv.

Warum nicht gleich alles auf der Homepage beim Provider einstellen? Datenschutz und Nutzungsrechte verbieten dies!