Die Arbeit mit mobilen PCs im Klassenzimmer

Assoziationen beim Thema "Neue Medien"

Die Technik: Computer - CD-ROM - Internet - Intranet - Multimedia
Die Visualisierung: Bildschirm - Großprojektion - Ausdruck und Kopieren oder auf OH
Die Orte des Geschehens: Computerraum - mobile Einheit im Klassenzimmer - Heimarbeit am PC

Beim Einsatz der neuen Medien gibt es viele grundlegende Probleme. Dazu der Beitrag "Multimedia in Lehre und Erziehung" bzw. "Dezentraler Einsatz von PCs"

 


Kernstück für den Fachunterricht im Klassenzimmer ist ein mobiler PC mit Großprojektion auf einem Wagen (oben) oder eine Lerninsel (unten).

Die Ausstattung muss bedienungsfreundlich und robust sein. Auf Polyäthylen-Wägelchen sind bei uns verschiedene Modelle im Einsatz. Sehr attraktiv waren die verschiedenen Overhead-PCs von Demolux. Seitdem es diese Modellreihe nicht mehr gibt, gehen wir neue Wege über PC und Beamer. Dabei haben wir entweder einen PC-Tower unten auf dem Wagen oder ein Notebook oben neben dem Beamer.

 

Was solch eine mobile Einheit alles haben sollte:
- DVD-Laufwerk, Video-Recorder und Schallboxen
- ZIP-Laufwerk für mitgebrachte Dateien (PPTs und Bilder, beide sind recht groß)
- Beamer mit zwei Video-Eingängen: einer für den PC auf dem Wagen, der andere für das mitgebrachte Notebook
- Beamer mit mindestens 1000 ANSI-Lumen Lichtstärke

 


Lösung für das methodische Training und für die inhaltliche Vertiefung ist zumeist der Computerraum. Der Zugriff auf eine zentral eingelegte CD-ROM und auf das Internet ist dort notwendig. Auch die Nutzung einer Computer-Lerninsel im Klassenzimmer ist für das methodische Training vorstellbar. Die Einführung in spezielle computerbezogene Methoden sollte stets im Klassenzimmer über eine mobile Einheit erfolgen. Damit wird die Arbeit effizienter, die Schüler sind für den späteren Besuch des Computerraums mit dem handlungsorientierten Ansatz gut vorbereitet. Zudem ist der Computerraum nicht für eine ihm wesensfremde Tätigkeit blockiert (Lehrervortrag). Denken Sie auch an Ihre KollegenInnen, die wollen den Computerraum auch nutzen.

Es ist davon auszugehen, dass im Rahmen eines InfoSCHUL-Projekts an der Projektschule sowohl ein mobiler PC mit Großprojektion als auch ein Computerraum mit mindestens 15 Arbeitsplätzen, Internetzugang, Windows 95/98/ME als Betriebssystem und mit zentral verfügbarem CD-ROM-Laufwerk vorhanden sind.

Der private Zugang zum Internet und zu eMail ist für die am Projekt teilnehmenden Lehrer absolut notwendig. Ohne die persönliche Erfahrung mit PC, Internet und Multimedia bei der Vorbereitung auf den Unterricht haben Lehrer bei Schülern (in diesen Projekten) keine Chance mehr.

Unterricht mit den neuen digitalen Medien lässt sich recht unterschiedlich gliedern und beschreiben.
Ein Lernziel lässt sich entweder induktiv (ausgehend vom Beispiel) oder deduktiv (ausgehend von einer Regelhaftigkeit, einer Gesetzmäßigkeit, einem Modell) erschließen.
Die Verwendung der Materialien erfolgt entweder assoziativ (illustrierend, begleitend für die Einübung von Topographie), oder interpretativ (als Training zur Wahrnehmung) oder experimentell (Methodentraining).
Der Unterricht als Handlungsmuster verläuft entweder konvergent (als Vorbild und Muster mit Rezeptcharakter, zur Vermittlung von Bewertungskonzepten und von Grundwissen) oder divergent (die Kreativität unterstützend, hier ist der Weg wichtiger als das Ziel).
Die personenbezogene Kommunikationsform im Unterricht ist entweder vorwiegend lehrerzentriert oder ausschließlich materialbezogen (Einzelarbeit) oder vorwiegend partnerorientiert oder gruppenorientiert.

Unterrichtsformen beinhalten alle vier Komponenten gleichzeitig: die Lernzielerschließung, den Materialienbezug, das Handlungsmuster und die Kommunikationsform, zusammen ergibt das 48 verschiedene Unterrichtsformen.
Pragmatisch werden 6 sehr unterschiedliche Unterrichtsansätze herausgegriffen.

Der traditionelle lehrerzentrierte Unterricht (= 1. Phase des didaktischen Modells "Phasen" schafft die Grundlagen und das notwendige Basiswissen. Der Lehrer als Vorbild vermittelt Bewertungsrahmen und Handlungsmuster.

Die Umsetzung erfolgt im Klassenzimmer mit einer mobilen Computer-Einheit. Im Computerraum wäre dies ineffizient und frustrierend, weil die Kommunikation fast nicht gelingen kann.
Unterricht im Klassenzimmer erfolgt wie gewohnt: Statt Tafel oder Folie kommt die Großprojektion des Computerbildschirms an geeigneter Stelle zum Einsatz. Diagramme, Bilder und seltener auch Texte, werden wie ein Tafelbild über Großprojektion in den Unterricht integriert. Längere Texte werden ausgedruckt und in kopierter Form verteilt. Die Schüler schreiben und zeichnen im Unterricht mit.


Lernen durch Lehren ist hier angesagt

Kurzreferate von Schülern zu Beispielen von der CD-ROM oder zur digital aufbereiteten Hausaufgabe (auf Diskette) erfolgen mithilfe der mobilen Projektionseinheit. Der Lehrer bindet das Ergebnis entsprechend "Phase 3" des didaktischen Modells in den Unterricht ein.

Die optimale Nutzung der neuen Technologien erfolgt (derzeit) auf fünf verschiedenen Wegen:

Die Unterrichtsvorbereitung in Form einer detaillierten Ausarbeitung erfolgt als PowerPoint-Präsentation. Sie ist gleichzeitig Vorbild für die Schüler, wie man mit dieser Technik umgehen kann. Die Vorbereitung selbst ist sehr aufwendig, das Ergebnis kann aber über Jahre immer wieder schnell aktualisiert werden. Der große Vorteil besteht im Zwang zur markanten textlichen Kurzfassung.

Die Unterrichtsvorbereitung in Form eines Mindmaps erfolgt über die Software Mindmanager. Auch hier kann gezeigt werden, wie man mit einem Gedankengerüst arbeiten kann. Links zu anderen Dokumenten, zu Bildern oder zu Internetadressen gelingen mit diesem Werkzeug auf die einfachste Weise.

Mit Jasc-Media-Center werden Einzelbilder aus einem Bilderpool auf CD-ROM oder Festplatte passend zum Unterricht spontan abgerufen.

Mit einer Link-Gallery (in HTML) werden Bilder wahlweise offline bzw. online abgerufen.

Mit einem GrabNet-Archiv werden vorbereitete Internetadressen abgerufen, dies natürlich nur online.

Ein wesentlicher Vorteil der Nutzung mobiler PCs mit Großprojektion ergibt sich für Schüler und Lehrer insbes. bei der Einführung in neue Software, in neue Multimediaprodukte und beim Vorstellen digitaler Methoden.

Allgemeiner Ansatz: Die Methode erschließt die Lehrplaninhalte.

Die Leistungsmessung erfolgt in gewohnter Weise schriftlich oder mündlich.

 


Die Gefahren:

Brillante Technik lenkt vom Inhalt ab, so wie dieses Verkehrszeichen

Übergewicht der Präsentation

Überfütterung der Schüler durch PowerPoint-Präsentationen

 

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