GESCHICHTE



8000 v. Chr. Die ersten Spuren menschlicher Besiedelung. Fischer und Jäger bewohnten Erdhütten, Häuser, Höhlen und Zelte in Finmark, Møre, Trøndelag, an der West- und Südküste.
5000 v. Chr. Viele Felszeichnungen stammen aus dieser Zeit. Sie zeigen Jäger und Tiere, auch Boote und Jäger auf Ski.
3000-2000 Die Menschen werden seßhaft und beginnen mit dem Ackerbau. Kühe, Schweine und Schafe wurden gehalten. Felszeichnungen zeigen jetzt auch geometrische Formen, gab es Kontakt mit anderen Völkern und Kulturen?
1500-500 Bronzezeit. Felszeichnungen aus dieser Periode stellen oft den Alltag dar, sie zeigen Menschen mit Booten und Tieren aber auch Spiralmuster. Der Ackerbau ist wichtiger Bestandteil der Nahrungsversorgung geworden. Die ersten Grabhügel stammen aus dieser Zeit.
500-0 v.Chr. Die Eisenherstellung gewinnt an Bedeutung. Münz-, Waffen- und Glasfunde weisen auf eine gute Verbindung zum übrigen Europa hin.
200 n. Chr. Das erste Runen Alphabet, das Furthark, hat seinen Ursprung in dieser Zeit. Es umfasst 24 Zeichen.
400-500 Völkerwanderung. Zusammenschlüsse von Bauern zur Verteidigung. Kunst: Es entstehen viele Tierornamente, und Keramiken.
500-800 Die Eisenproduktion nimmt stark zu. Um 700 n. Chr. wird das Furthark gegen ein neues Runen Alphabet mit 16 Zeichen ersetzt.
800-1000 Kolonisieren von: Nordengland, Schottland, Isle of Man, Shetlandinseln, Orkneyinseln, Färörinseln, Island, Grönland und Teilen der Normandie. Entdeckung Amerikas. Bau von Pachtschiffen, wie das Osebergschiff 800: Kriege zwischen einigen Königen und der Abenteuerlust ließen die Wikinger ihre Heimat verlassen und die Wikingerzüge beginnen. Siehe hierzu auch den Bericht über die Eroberungszüge König Gudrøds. Die Wikinger drangen sogar bis ins Mittelmeergebiet vor. 890: Harald Hårfagre ("Harald Schönhaar") vereinigt Norwegen zu einem Königreich. Irland kommt unter norwegische Herrschaft. Island wird Kolonisiert. 995: König Olav Tryggvason Christianisiert das Land.
1000-1100 Nach einigen Wirren und Kriegen unter den Kleinfürsten wird das Land von König Olav Haraldson wieder geeint. 1030: In der Schlacht von Stiklestad wird Olav Haraldson (als St. Olav heilig gesprochen) getötet. Pilgerzüge zu seinem Grab in Nidaros (Trondheim) beginnen. 1066: Harald Hårdråde wird in der Schlacht von Stamford Bridge getötet als er England erobern will. Die Wikingerzüge nehmen ein Ende.
1100-1200 Blütezeit des Stabkirchenbaus. 1184: Nach einem Bürgerkrieg wird der uneheliche Sohn von König Sigurd, Sverre, als einziger König anerkannt. Er festigt die Macht der Monarchie, schafft einen neuen Adel und ersetzt eine aristokratische Regierung durch eine Königliche. Wegen seiner Art die Kirche zu beherrschen ließ Papst Innocent III ihn exkommunizieren.
1200-1300 Das Ulsteinkloster und die Håkonshalle in Bergen werden errichtet. 1261/62: Grönland und Island kommen unter Norwegische Regierung. 1266: König Magnus VI Lagabøter beendet einen sich hinziehenden Krieg mit Schottland indem er die Isle of Man und die Hebriden an Schottland verkauft. 1349-50: Ein Drittel der Norweger sterben an der Pest.
1300-1400 1379: Durch Eheschlüsse wurde Norwegen sowohl an Schweden als auch an Dänemark gebunden. 1380 Union mit Dänemark
1400-1500 Margarethe I von Dänemark, Ehefrau von Haakon VI, erlangte die Macht über das Land. Ende des 14. Jahrhunderts starb das norwegische Königshaus aus. Der Adel ernannte Erik von Pomerania, Margarethe's Großneffen zum König. Erik regierte im Namen von Margarethe, die Norwegen, Dänemark und Schweden in der Union von Kalmar vereinte.
1500-1600 1530: Erzbischof Olav Engelbrektssøn versucht vergeblich eigenständige norwegische Politik zu führen 1536: Norwegen wurde ein Teil der Dänischen Krone und zählte kaum mehr als eine dänische Provinz. Dänisch wurde als Schriftsprache in Norwegen eingeführt. 1536: Durch Reformation wurde Norwegen Lutherisch.
1600-1700 Wandel in der Architektur, der Stil ist jetzt deutlich Englisch und Niederländisch geprägt. 1624: In Christiana (Oslo) darf nur noch mit Stein oder Ziegeln gebaut werden.
1700-1800 1716-18: Die Schweden greifen Norwegen an. Als König Karl XII in Fredrikshald getötet wird müssen sie sich zurückziehen.
1800-1900 1814: der Friedensvertrag von Kiel: Personalunion mit Schweden. Norwegen erklärt in Eidsvoll seine Unabhängigkeit, jedoch stimmt Norwegen, nach einem kurzen Krieg gegen Schweden, einer Union zu. Die Norwegische Verfassung wurde verabschiedet.
1905 Die Union mit Schweden wurde aufgelöst, Norwegen wurde ein unabhängiges Königreich. Der dänische Prinz Karl wurde König Haakon VII von Norwegen.
1940 Am 9 April greift Deutschland Norwegen an. Neun Monate später ist Norwegen besetzt. Der norwegische König und die Regierung fliehen nach England.
1941-1945 Die Norwegische Widerstandsbewegung "Hjemmefronten" wurde organisiert. Die 50.000 Mitglieder machen das Leben der Besatzer schwer. Viele Norweger traten den Britischen oder Amerikanischen Streitkräften bei um die Deutschen zu bekämpfen. Die Norwegische Handelsflotte spielte eine wichtige Rolle in der Verbindung zwischen den Alliierten. Trotz des Verlustes der halben Norwegischen Flotte erholte sich das Land schnell nach dem Krieg.
1945 Ende der Besetzung Norwegens durch die Nazis.
1949 Beitritt in die NATO.
1957 Nach dem Tode Haakons VII wird Olav V König.
1970 Große Ölfunde in der Nordsee lassen Norwegen aufblühen.
1972 Volksentscheid über den Beitritt Norwegens zur EEC. Norwegens Bürger sagten NEIN.
1981 Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze der norwegischen Regierung.
1991 Tod König Olavs im Januar. Sein Sohn Harald wird sein Nachfolger.
1994 27/28. November: Volksentscheid über den Beitritt Norwegens zur EU. Die Norweger stimmen mit einer deutlichen Mehrheit gegen den Beitritt. (Schweden und Finnland traten jedoch der EU bei.)

zurück