Religion

 

Religion in Norwegen
Seit Jahrhunderten repräsentiert die Norwegische Kirche die stärkste Glaubensrichtung des Landes. Die Christianisierung hatte Norwegen im 9. Jahrhundert über die britischen Inseln sowie Deutschland und Dänemark erreicht. Im 12. Jahrhundert wurde eine christliche Kirche formell eingerichtet. Und im Jahre 1537 schließlich erhob der dänisch-norwegische König Christian III. den evangelisch-lutherischen Glauben zur Staatsreligion.

Etwa 89% der Bevölkerung gehören der evangelisch-lutherischen Staatskirche an, darunter sind allerdings viele nicht praktizierende Mitglieder. Etwa 11% der Bevölkerung sind Anhänger anderer Glaubensgemeinschaften, vor allem der Pfingstbewegung und anderer protestantischer Konfessionen. Darüber hinaus leben in Norwegen etwa 35000 Katholiken und rund 20.000 Muslime.

Die Verfassung schützt das Recht auf freie Religionsausübung, und die Regierung respektiert es in der politischen Praxis. Die norwegische Staatskirche wird finanziell vom Staat unterstützt. In der Verfassung ist festgeschrieben, dass auch der König und die Hälfte des Kabinetts der Kirche angehören müssen. Das Verhältnis zwischen Kirche und Staat jedoch ist nicht unumstritten.

Das norwegische Arbeitsrecht gestattet es Arbeitgebern an privaten oder religiösen Schulen und Tagesstätten, Bewerber um einen Arbeitsplatz nach ihrer Glaubensrichtung zu fragen. Andere Konfessionen können in Norwegen frei tätig sein. Religiöse Gemeinschaften müssen nur dann staatlich registriert werden, wenn sie um staatliche Unterstützung ersuchen. Sie wird allen registrierten Glaubensgemeinschaften entsprechend ihren Mitgliederzahlen gewährt.

An allen öffentlichen Schulen des Landes wird evangelisch-lutheranischer Religionsunterricht erteilt. Kinder anderer Glaubensrichtungen können sich auf Antrag der Eltern befreien lassen. Arbeitnehmer, die einer anderen Religion angehören, dürfen an ihren religiösen Feiertagen freinehmen.

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