Eine Klimakarte von Spanien,
entwickelt aus Satellitenbilddaten von NOAA

Was bedeuten die Cluster der Farblegende der unüberwachten Klassifikation?
Cluster bedeuten hier nichts anderes als Gruppen. In jeder "Farbgruppe" finden sich Bildpunkte mit sehr ähnlichem Informationsgehalt. Die Frage ist jetzt nur, welche Information ist es, das kann das Programm nicht erkennen.


Die Klärung dieser Frage gelingt auf zwei unterschiedlichen Wegen:

a) Der analoge Weg: Vergleich mit Karten, Literaturangaben etc.

b) Der digitale Weg: Überwachte Klassifikation einzelner Bildpunkte:
Der Vergleich der Grauwerte einzelner Pixel in allen 12 Graustufenbildern liefert für jeden Bildpunkt einen NDVI-Kalender (analog einer Niederschlagstreppe oder Temperaturkurve im Klimadiagramm). Im nachfolgenden Beispiel wurden 100 Punkte von Ibiza ausgewertet, dies ist 1/5 der Inselfläche. Zu allen Punkten jeweils eines Clusters wurden Monatsmittelwerte errechnet. Daraus ergeben sich die Liniendiagramme des NDVI-Kalenders für Ibiza. Cluster 4 tritt auf der Insel nicht auf. Die Skalierung der Hochwertachse geht von 0 bis 255. 255 würde dem maximalen NDVI-Wert 1,0 entsprechen.

Die Mustererkennung, auch mit Hilfe der überwachten Klassifikation mit Satlupe, ist hier die zentrale Aufgabe. Bei der multitemporalen unüberwachten Klassifikation ist die Mustererkennung erschwert, weil dynamische Muster schwerer zu erkennen sind als statische.
Animationen (z.B. NDVI-Spanien) und Zeit-Diagramme (siehe Grafik) können hier weiterhelfen.
Wie können solche Muster aussehen?
Verlaufsmuster wie der Temperaturverlauf, die Niederschlagsverteilung, die Marktorientierung in der Landwirtschaft, die Algenbildung in Abhängigkeit von Temperatur und Feuchte usw. sind hier von Bedeutung.

Ein Tip zur Nutzung von PaintShopPro für die pixelorientierte Analyse,
Erstellung eines NDVI-Kalenders für einen Bildpunkt, das ist 1 qkm Landfläche.


Karte öffnen und stark zoomen und Farbpalette öffnen. Mit "Pipette" auf Pixel zeigen. Unten links wird die genaue Pixelposition der Pipette angezeigt, aufschreiben! Dazu das Farbmuster notieren. Danach die Graustufenbilder laden und mit Pipette auf gleiche Position fahren und Farbwerte ablesen und notieren. Nach 12 Monatsbildern lässt sich ein NDVI-Verlaufsdiagramm für den gewählten Bildpunkt zeichnen. (Über die Pfeiltasten kann man jeweils ein Pixel weiterschalten, das ist auch für weniger geübte "Mausnutzer" praktisch.) Mit Satlupe lassen sich die Werte unter der "Lupe" für maximal 8 Bilder ausdrucken. Bei der Verarbeitung von 12 Monats-Bildern muss man die Lupe zweimal nutzen, da ist Deckungsgleichheit schwer zu erreichen.Um hier Abhilfe zu schaffen programmierte Andreas Riedl ein Programm, das für ein oder mehrere Pixel sofort einen Kalender für die Intensitätswerte erstellt. (Zur Beispielseite für NDVI-Vegetationskalender)

Link zur Bildbearbeitung (Kapitel "Klassifikation")


- Einführung
- Erklärung zum NDVI
- Bilddaten für das Projekt
- Interpretation multitemporaler Komposite
- eine unüberwachte Klassifikation


- die Kartengestaltung (Idrisi)
- die fertige Klimakarte mit Anwendungen (HTML)