Eine Klimakarte von Spanien,
entwickelt aus Satellitenbilddaten von NOAA

Die Farbgestalt der Karte

Die unüberwachte Klassifikation liefert eine Karte, die in ihrer Farbgebung nur schwer verständlich ist. In Idrisi lassen sich die Farblegenden über eine veränderte Farbpalette sehr leicht umgestalten. Dies ermöglicht eine assoziative Farbgestaltung:
blau für kühl, grün für Wachstum und Vegetation, gelb für Dürre, rot für außergewöhnliche Situationen. Die gleiche Karte vor und nach der Änderung der Farbpalette:

Ein zweites Problem stellt sich ein: Wie soll die Kartenlegende in Worte gefasst werden?
Von der Legende hängt weitgehend die Lesbarkeit einer Karte ab. Das Prinzip der Karte muss leicht erkennbar sein:

NDVI-Schwankung: gering mittel groß groß sehr groß
NDVI-Maximum: Sommer Sommer Febr.-März Febr.-Mai Febr.-März
NDVI-Summe: hoch
NDVI-Summe: mittel
NDVI-Summe: niedrig
Restklasse: boreal,
fehlende Daten?
Bewässerung?
Höhenzone?
Bewässerung? Bewässerung? Bewässerung?
Pinienwälder?

Ein Vergleich mit gängigen Klimaklassifikationen zeigt, dass die NDVI-Klassifikation (mit Ausnahme des Typs 5), eine gute Methode darstellt. Sie ist um ein Vielfaches genauer. Dies gilt sowohl beim Vergleich mit Klimawerten in Klimadiagrammen als auch im Landschaftsbezug. Herkömmliche Klassifikationen laufen oft "an der Landschaft vorbei", wie z.B. neuere Versuche in der GR 1999, H.9 (Siegmund, Frankenberg). Da ist der Südwesten Spaniens semiarid und der Südosten Spaniens semihumid, was nach Ortskenntnis und Literatur nicht sein kann. (Vielleicht hat sich der Kartograph geirrt.) Daneben hat das hier vorgestellte NDVI-Verfahren einen weiteren Vorteil: Die Diskrepanz zwischen abstrakter Klimakarte und der Natur wird für den Betrachter verringert.


- Einführung
- Erklärung zum NDVI
- Bilddaten für das Projekt
- Interpretation multitemporaler Komposite
- eine unüberwachte Klassifikation
- eine überwachte Klassifikation


- die NDVI-Kalender für Spanien
- die Klassen im Landschaftsfoto
- die fertige Klimakarte mit Anwendungen (HTML)