Kleines Glossar zur Glazialmorphologie

Moränen:
Jungmoräne, Altmoräne

Moränen sind von Gletschern mitgeführter und abgelagerter Schutt. Schutt bezeichnet ein Gemenge aus Erde, Sand, Schotter und Gesteinsblöcken. Im Aufschluss sind Moränen daran zu erkennen, dass keine Schichtung und keine Sortierung sichtbar ist.

Die von der letzten Eiszeit (Würm- bzw. Weichsel-Eiszeit) geschaffenen Formen nennt man Jungmoränen, die aus älteren Eiszeiten nennt man Altmoränen.
Jungmoränen sind durch steile Hänge gekennzeichnet, Altmoränen haben durchwegs abgerundete und verflachte Formen.

Der Unterschied zwischen Alt- und Jungmoräne liegt also, neben der unterschiedlichen Entstehungszeit, vor allem in der unterschiedlichen "Reliefenergie".
Jungmoränen haben steile Formen, d.h. hohe Reliefenergie.
Altmoränen wurden von späteren Gletschern "überfahren" und damit stark geglättet. Außerdem hatte die Verwitterung lange Zeit, um die festen Bestandteile zu zerstören. Die Flüsse und Bäche konnten viel abtransportieren.
Von der Größe der eingeschlossenen Steine kann man nicht auf das Alter der Moräne schließen.


unsortiertes Moränenmaterial
einer Altmoräne in Alling
sehr grobes Moränenmaterial einer Jungmoräne,
gerundete Steine neben stark kantigen,
dazwischen viel Feinmaterial