Kleines Glossar zur Glazialmorphologie

Terrasse

Langgestreckte, wenig oder mäßig geneigte Flächen an einem Hang.
Nach der Entstehung unterscheidet man zwischen Fluss-, See- und Strandterrassen.

Flussterrassen entstehen dadurch, dass ein Fluss lange Zeit viel Sediment, z.B. Schotter ablagert. So geschehen in den Kaltzeiten der Eiszeit. In den wärmeren Zwischeneiszeiten (Interglaziale) mit den großen Schmelzwassermengen verstärkten die Flüsse ihre Tiefenerosion, sie erodierten in ihrem alten Flussbett. Die Reste des alten (ebenen) Flussbetts sind die Terrassen. Man unterscheidet nach dem Untergrund der Terrasse zwischen Schotter- und Felsterrassen.

Eine besondere Form der Flussterrassen sind die Trockentäler. Sie gibt es häufig im Endmoränenbereich, da sich die Flüsse hier häufig einen neuen Weg durch die lockeren Endmoränen bahnen konnten.


Trockental auf dem Andechser Höhenrücken
im Gebiet der Altmoräne,
im Hintergrund das Kieswerk

Im Kieswerk ist der Schotterkörper sichtbar,
das Tal ist also eine Schotterterrasse
aus einer früheren Eiszeit

Alte Innterrassen bei Innsbruck, in die sich der Inn
nach der Eiszeit eingegraben hat

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