Kleines Glossar zur Glazialmorphologie

Geschiebelehm, Geschiebemergel

Geschiebemergel ist das von Gletschern als Grundmoräne abgelagerte Material, das in einer dichten lehmigen und kalkhaltigen Grundmasse (Mergel) Splitter der zerriebenen Gesteine und größere Geschiebe führt. Durch Entkalkung infolge Verwitterung des Geschiebemergels entsteht Geschiebelehm.

Für die Landwirtschaft ist der Anteil an Lehm im Ackerboden von großer Bedeutung, da er die Feuchtigkeit gut hält. So sind die Böden im glazialen Bereich etwa wie folgt einzuordnen:
1. Am besten sind die Lösslehme im Tertiärhügelland nördlich der Münchener Schotterebene.
2. Dann kommen die Geschiebelehme auf den Grundmoränen und den Altmoränen, auch wenn sie viele Steine enthalten (Bild 1).
3. Dann kommen die leicht verlehmten Böden auf den Terrassen.
4. Zuletzt kommen die lehmarmen Böden auf der Schotterebene (Bild 2).


Die kantigen Steine zeigen,
dass es sich um eine Moräne handelt, die rötliche Färbung zeigt, dass es sich um Braunerde handelt.

Hier gibt es nur kleine gerundete Steine,
ein Hinweis auf die Lage auf einer Terrasse oder in der Schotterebene,
diese Böden sind meist dunkel, humusarm oder gar moorig.