Rekultivierungsgebiet Sophienhöhe

Die Außenkippe Sophienhöhe ist laut der Rheinbraun AG ein Musterbeispiel für eine gelungene forstliche Rekultivierung. Auf ihr befindet sich mittlerweile ein umfassendes Wanderwegenetz sowie mehrere Tiergehege. Damit ist auch die Erholungsfunktion als primäre Zielsetzung bei der Rekultivierung klar erkennbar.

Daten zur Sophienhöhe

Abbaufeld Hambach: 8500 ha

Für die Wiedernutzbarmachung ist vorgeschrieben:

höchstens 4000 ha Wasserfläche

mindestens 1000 ha landwirtschaftliche Wiedernutzbarmachung

3500 ha forstliche Wiedernutzbarmachung

Entstehungszeit der Außenkippe: 1978 - 1990

Grundfläche: 1067 ha forstwirtschaftliche rekultiviert, dient als Ausgleich für den Teil des Hambacher Forstes, der dem Tagebau weichen musste.

Maximale Höhe: 290 m über NN am Höller Horn

Verkippte Materialmenge (Kies, Sand, Ton, Löss, Forstkies): 1,1 Mrd. km³

Entstehungszeit der Innenkippe:1993 bis ca. 2015 (am Südhang der Sophienhöhe höhengleich angeschlossen)

Im Rahmen der forstlichen Rekultivierung wurden über 100 verschiedene Baum- und Straucharten auf einem Bodengemisch aus Lösslehm und Kies gepflanzt, dem sog. Forstkies, der wegen seines Nährstoff- und Kalkgehaltes sowie seiner physikalischen Eigenschaften den neuen Pflanzen gute Voraussetzungen bietet. Um die biologische Artenvielfalt zu erhöhen, wurden zerkleinerte Baumwurzeln aus dem Vorfeld und auf kleinen Flächen auch Waldboden aus dem Hambacher Forst beigemischt. Die gleiche Funktion erfüllt die räumliche Anbindung der Sophienhöhe an Altwald am Westrand der Außenkippe.

Die Oberfläche der Sophienhöhe ist durch Hügel und Mulden gegliedert, in denen zum Teil Feuchtbiotope angelegt wurden. Für die Menschen hat die Sophienhöhe Erholungsfunktion: Schutzhütten, Ruhebänke, Kinderspielplätze, Wildgehege, Waldlehrpfad. Das Wanderwegenetz hat eine Länge von 70 km.

Ziel des Unterrichtsprojektes war, herauszufinden, ob sich rekultivierte Gebiete von natürlichen insofern unterscheiden, dass man diese Unterschiede per Satellit wahrnehmen kann. Dazu bot das Gebiet um den Tagebau Hambach optimale Voraussetzungen, da auf dem Satellitenbild sowohl die rekultivierte Sophienhöhe, als auch der ursprüngliche Staatsforst liegt. Die Schülerinnen und Schüler, die sich mit der Auswertung der Satellitenbilder der Sophienhöhe beschäftigten, erzielten dabei folgende Resultate:

Auswertungsergebnis 1 (von Mareike Gräb und Timo Jung)

Auswertungsergebnis 2 (von Jan Kopfer und Döne Danaci)

[Bearbeitung: Daniel Müller, Markus Heinemann]