Klima-Elemente in Satellitenbildern (11. Beispiel)

Die Erdbeobachtungs-Satelliten IRS bzw Landsat erfassen mit ihren Sensoren die gesamte Bodenbedeckung (6 bzw. 7 Sensoren), die ihrerseits über das Klima Aufschluss gibt.
Denkanstöße:
- Der Bodenbedeckungsgrad ist abhängig von Temperatur und verfügbarer Feuchtigkeit.
- Der Grünlandanteil ist typisch für feuchte und kühle Gebiete.
- Der Ackerbauanteil ist in klimatischen Gunstgebieten besonders hoch.
- Vor allem Frühjahrsbilder geben klimatisch die besten Informationen, da sich dann Acker-, Wiesen- und Waldnutzung besonders gut unterscheiden lassen. Bei den Ackerflächen sieht zu dieser Zeit der Boden zwischen den Blättern hervor, nicht aber bei Wiesen. Später im Jahr trifft dies erst wieder nach der Ernte zu.
- In heißen Gebieten kommt die Bodenversalzung (weiße Flecken) als weiterer sichtbarer Hinweis für hohe Trockenheit dazu.
- Gebiete mit künstlicher Bewässerung fallen insbesondere in Trockengebieten auf.
- Großflächiger Anbau unter Folien ist sichtbar (z.B. in S-Spanien bei Almeria).

Dies ist ein Quicklook zu einer Szene des "WiFS"-Weitwinkel-Sensors des indischen Satelliten IRS-1D. Dieser Sensor ist ausschließlich zur Aufnahme von Vegetation konzipiert. Er überstreicht einen Streifen von 770 km Breite. Das System sieht nur rotes und nahes infrarotes Licht. Vegetation ist hier rot dargestellt. Vegetationslose Gebiete sind grau.

In diesem Bild aus Nord-Spanien kann man die Bewässerungsgebiete in den Beckenlagen (Ebro) und die Waldflächen in den Gebirgen (Pyrenäen) gut erkennen. Auch der Unterschied zwischen ozeanisch-geprägter N-Küste und kontinentaler Beckenlage ist an der Vegetation in dieser Aufnahme (Juni) sehr gut zu erkennen.

Ergänzungen: