Die Groov

Der Rhein war vor der Begradigung ein reißender Fluß, somit kam es zu Abtragungen und Anschwemmungen. Hierdurch entstanden Halbinseln und Inseln in Ufernähe, auch Werth, Mittelwert oder Groov genannt. Es ist anzunehmen, daß der Rhein zwischen Zündorf und Weiß, wo er besonders breit ist, schon sehr früh eine Insel oder Groov entstehen ließ. Nachdem die Groov wuchs, schloss man die Nordspitze mit einem Damm, so daß der zum Rhein hin offene Teil als Hafen genutzt werden konnte.

1740 konnte man die Groov und ihre Ufer nicht mehr vor dem Hochwasser retten. Daher wurde der Bau von Dämmen und Zuschüttung in Angriff genommen. Durch weitere Anschwemmungen wurde die Groov dann jedoch ständig größer. 1807 wurde die Groov sogar zum Ackerbau genutzt, da der damalige Besitzer hohe Schulden an die Staatskasse hatte.



1850 wurde der südliche Rheinarm geschlossen und aus der Groov wurde eine Halbinsel.

Heute ist die Groov ein beliebtes Freizeitparadies. Die Insel lädt zu vielfältigen Sport- und Erholungsmöglichkeiten ein, wie z.B. zum Schwimmen, Grillen, Radfahren, Joggen, Tennis und Minigolf. Eine zusätzliche Aufwertung der Groov und der dort ansässigen Gastronomiebetriebe bietet im Sommer die Personenfähre, die zwischen dem links- und rechtsrheinischem Ufer verkehrt.





Arbeitsaufgabe: Finde Sie heraus, warum die Freizeitinsel in Porz-Zündorf "Groov" genannt wird?

Quelle:
Bilder: www.porz-online.de
Text: Die Geschichte Zündorfs (Schüler des Lessinggymnasium)`94