- Landwirtschaft -

Informationen

Bedingt durch die guten Böden und das vorteilhafte Klima (durch die häufigen Westwinde unterliegt der Raum einem starken ozeanischen Einfluß. So sind extreme Sommer- und Wintertemperaturen selten. Die Durchschnittstemperatur liegt bei etwa 10° C und ist etwa 3° C höher als im Bergischen Land und sogar 5 Grad höher als in der Schneeeifel. Wir haben daher einen früheren Frühlingseinzug als die bergige Umgebung. Mit etwa 65 cm Niederschlag im Jahr liegt Porz innerhalb deutschen Jahresdurchschnittes.) spielt die Landwirtschaft im Süden Kölns noch eine größere Rolle als viele annehmen würden (Im Stadtbezirk 7 [Porz/Poll] betrug die landwirtschaftliche Nutzfläche 1997 15%, die forstwirtschaftliche 17%). So gehört unsere Region mit zu den größten Zuckerrübenlieferanten der Bundesrepublik (siehe Zahlen für das ganze Rheinland). Zudem werden in diesem Raum noch Gerste (sowohl Winter- als auch Sommergerste), Weizen, Kartoffeln und Spargel angebaut. Den größten Anteil der genannten machen die Gerste und der Spargel aus. Geringfügiger Anbau erfolgt bei Salaten und Erbeeren. Die weitergehende Verarbeitung der Produkte reicht vom sofortigen Verkauf (Spargel, Erdbeeren, Kartoffeln -> teils direkt vom Feld, sonst auf dem Wochenmarkt), bis zur Verarbeitung zu Zucker oder Mehl (Zuckerrüben, Weizen, Gerste -> "Aurora-Mühle" in Köln-Deutz). Der Anbau erfolgt von lokalen Bauern und nicht in einem industrieähnlichen Agribusinessbetrieb, zudem existiert in Wahn ein "Versuchsgut", welches sich mit alternativen Anbaumethoden beschäftigt, die auch in der Zukunft für die Fruchtbarkeit der Felder garantieren soll. Der Fortbestand eines großen Anteils der Felder ist allerdings schon durch die Existenz der Frischluftschneise, im Bereich der Wahner Str. (zwischen Zündorf und Wahn), gesichert, da diese Schneise von großer Wichtigkeit für die Stadt Köln ist. Der Viehbestand spielt in der Region eine untergeordnete Rolle und ist nur in Kleinstbeständen (Hühner) auffindbar. Eine weitere wichtige Rolle in der Landwirtschaft spielen auch die vielen Wiesen, welche zum Einen zur Regeneration der Böden dienen und zum Anderen auch in den hochwassergefährdeten Gebieten nützlich sind und den Bauern keine größeren Schäden bei Überflutung verursachen.

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Landsat-Aufnahme vom 30.07.1984

Landsat-Aufnahme vom 09.06.2000

Vergleich von zwei überwachten Clusterungen eines Satellitenbildes des Raumes

In diesen beiden Aufnahmen lassen sich die Veränderungen von 1984 bis zum Jahr 2000 erkennen. So ging der Anbau von Weizen und anderen Getreidesorten zurück (1984: Rot; 2000: Blau). Dafür stieg sowohl die Anzahl der Wiesen, als auch der Anbau von Zuckerrüben (in beiden Bildern Grün). Der Anbau von Gerste und ähnlichen Getreidesorten blieb relativ konstant (1984: Blau; 2000: Gelb). Erstellt wurden diese beiden Bilder mit dem  "Landsatprogramm" von Herrn Duttke unter Benutzung der unüberwachten "Klasse 1" Clusterung (Kanäle waren vorher 1-2-3, also Echtfarbendarstellung).

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Die Biomasse




Die Biomasse gibt uns eine Übersicht über das Alter der jeweiligen Pflanzen und Gewächse, die in unserem Raum vorhanden sind. An allen hellgrünen Punkten erkennt man jeweils die jüngsten Pflanzen. Also umso dunkler das Grün wird, umso älter sind die Pflanzen und Gewächse. Dieses Bild wurde mit Hilfe der "NDVI FUnktion" (NDVI = Normalisierter Differenzierter VegetationsIndex) des Landsatprogrammes erstellt (Kanäle waren 4-3) und dem Satellitenbild vom 09.06.2000.

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Bilder aus dem Raum

Beide entstanden im Rahmen der Projektwoche (November 2000) an der Wahner Str. (Richtung Libur) [N 50° 50' 55'' ; E 7° 04' 39''] Wie man erkennt, handelt es sich bei beiden Bildern um Kohlfelder (Wir hätten gerne ein Zuckerrübenfeld angeboten, diese waren jedoch bereits abgeerntet.)

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Arbeitsaufgaben

Quellen:
"Zahlen-Daten-Fakten für den Stadtbezirk Köln-Porz" 31.12.1997
"Landwirtschaft im Rheinland" www.landwirtschaftskammer.de