Helmut Jahn - Architekt des Terminal 2000 Er gilt als einer der richtungweisenden Architekten unserer Zeit. Helmut Jahn (57), in Nürnberg geboren, ist längst auf dem Gipfel der Erfolgsleiter angekommen. In Chicago beheimatet, schaffte er schon als 37jähriger die Aufnahme in den erlauchten Kreis derer, die im „Who is Who in America“ verewigt sind. Seine Ideen haben sich längst in steinerne, stählerne und gläserne Denkmäler verwandelt - jenseits des Atlantiks ebenso wie in der alten Welt.

Die Formensprache früher Industriebauten aufgreifend, zeichnen sich seine Entwürfe durch eine ausgewogene Synthese von Ästhetik, Funktion und Technik aus. Stahl und Glas sind seine bevorzugten Baustoffe. Bemerkenswert seine Liebe zum Detail, die bereits in den allerersten Planungs-skizzen zum Ausdruck kommt. Diese dichtgedrängten „Scribbles“, mit schwungvollem Federstrich zumeist in quadratischem Format gezeichnet, sind zu einer Art Markenzeichen von hohem, künstlerischen Wert geworden, der unverwechselbaren Handschrift des Ästheten Helmut Jahn.

Helmut Jahn ist heute alleiniger Inhaber des Architekturbüros Murphy/Jahn mit rund 130 Mitarbeitern in den Büros in Chicago und Frankfurt am Main. Der Meister selbst thront hoch über den Dächern von Chicago, zahlreiche von ihm entworfene „Türme“ stets vor Augen. Hier soll dereinst, wie Jahn gerne erzählt, der be-rüchtigte Al Capone die düsteren Machenschaften seiner Gefolgsleute dirigiert haben. Es mag an diesem räumlichen Erbe liegen, daß er selten ohne seinen „Borsalino“ ausgeht.

Die Liste der weltweit von Jahn konzipierten Gebäude ist lang. In jüngster Zeit machte er in Deutschland durch den Bau des Frankfurter Messeturms oder als Gewinner des Wettbewerbs für die neue Sony-Zentrale am Potsdamer Platz in Berlin, die jetzt im Bau ist, von sich reden. Umfangreiche Referenzen besitzt Jahn auch in Sachen Airport. Vor allem das Terminal von United Airlines auf Chicagos Großflughafen O’Hara hat Scharen von Architekten aus aller Welt angezogen. In Planung ist derzeit ein Großflughafen in Bangkok. Auch am Münchener Flughafen hat sich Jahn verewigt: Bereits fertig ist das dortige Kempinski-Hotel, im Bau befindet sich das Airport-Center. Der Flughafen Köln/Bonn befindet sich also in allerbester Gesellschaft.

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