Kleines Glossar zu Luftkreisläufen

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adiabatische Zustandsänderung

Ändert sich bei einem Luftpaket der Luftdruck, dann ändert sich damit gleichzeitig die Temperatur, die Dichte und die relative Luftfeuchte.
Findet kein Wärmeaustausch mit der Umgebungsluft statt, dann handelt es sich um eine adiabatische Zustandänderung.

1. Bei Druckzunahme erhöhen sich Temperatur und Dichte, die relative Luftfeuchte sinkt.

Beim Absinken von Luft im Lee eines Gebirges oder in einem Hochdruckgebiet erhöht sich der Luftdruck. Bei einem Fallwind liegt stets eine trockenadiabatische Zustandsänderung mit einer Temperaturerhöhung um 1°C bei 100 m Höhenunterschied vor.
Durch die Abnahme der relativen Luftfeuchte kommt es regelmäßig zur Wolkenauflösung.

2. Bei Druckabnahme erniedrigen sich Temperatur und Dichte, die relative Luftfeuchte nimmt zu.

Beim Aufsteigen von Luft vor einem Hindernis (Luv) oder in einem Tiefdruckgebiet erniedrigt sich der Luftdruck. Die trockenadiabatische Abkühlung führt dazu, dass sich die Temperatur dem Sättigungspunkt nähert und ihn schließlich erreicht (=100 % relative Luftfeuchtigkeit). Weitere Abkühlung führt zur Kondensation des überschüssigen Wasserdampfes, es bilden sich Wolken. Bei dieser nun feuchtadiabatischen Zustandsänderung wird Kondensationswärme frei, die die normale Abkühlung teilweise ausgleicht. Bei Temperaturen um 10°C beträgt die Temperaturabnahme mit der Höhe deshalb nur etwa 0,5°C auf 100 m Höhendifferenz, bei sehr niedrigen Temperaturen ist der vertikale Temperaturgradient dann wieder bei nahezu 1°C auf 100 m.