Kleines Glossar zu Luftkreisläufen

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Antizyklone - Hochdruckgebiet

Ein Hochdruckgebiet ist eine Luftmasse, die einen höheren Luftdruck hat als die Umgebungsluft.

Ein Vergleich: Ein aufgeblasener Luftballon hat im Inneren Hochdruck, außen ist der Luftdruck niedriger. Hat der Luftballon ein Loch, dann entweicht die Luft, sie fließt vom hohen Druck zum niedrigen.

Stets fließt die Luft aus einem Hochdruckgebiet heraus (zu einem Tiefdruckgebiet).

Ein Hochdruckgebiet kann auf verschiedene Weise entstehen:
1. Kältehoch: Kühlt Luft stark ab, z.B. in einem winterlichen Kontinent, dann zieht sie sich zusammen. Das Luftpaket ist dann weniger hoch als die umgebende wärmere Luft. Nun schiebt sich in der Höhe (8-10 km) von wärmeren Gebieten Luft auf die kalte Luft. Dadurch lastet nun im kalten Gebiet mehr Luftmasse auf dem Boden als zuvor. Es hat sich am Boden ein "Kälte"-Hoch gebildet.

2. Dynamisches Hoch: Durch einen Jetstream kann Luft auf andere Luft aufgeschoben werden, ohne dass ein Abkühlungsvorgang vorliegt. Auch hier ergibt sich am Boden ein höherer Luftdruck. Das Subtropenhoch entsteht "von oben", obwohl sich z.B. der Wüstenboden in der Sahara bei Sonneneinstrahlung extrem erwärmt. Diese Erwärmung der untersten Luftschicht reicht höchstens bis in eine Höhe von 2 km (Grundschicht der Troposphäre).

In einem Hochdruckgebiet fließt laufend Luft von oben kommend zu den Seiten ab. Da sich sinkende Luft adiabatisch erwärmt, können sich keine Wolken bilden. Hochdruckgebiete erscheinen im Satellitenbild stets als wolkenfreie Gebiete. Nur beim Kältehoch kann Bodennebel die Sicht auf den Erdboden versperren.