Kleines Glossar zu Luftkreisläufen

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Corioliskraft

Die Corioliskraft ist eine Scheinkraft, welche bewegte Luftmassen von ihrer geraden Bahn ablenkt. Die Ablenkung erfolgt auf der Nordhalbkugel "in Fahrtrichtung" nach rechts, auf der Südhalbkugel nach links. Am Äquator gibt es keine Corioliskraft.

Für die ablenkende Wirkung ist die Erddrehung zusammen mit der Kugelform der Erde verantwortlich.
1. Liegt eine Luftmasse über einer Landschaft in Ruhe, dann bewegt sie sich so schnell, wie der Erdboden um die Erdachse. (Reibung, Haftung).
2. Am Äquator hat eine ruhende Luft eine Bahn-Geschwindigkeit von 1666 km/h. So schnell bewegt sich ein Erdpunkt am Äquator um die Erdachse.
3. Am Nord- oder Südpol ist ein Erdpunkt fest, d.h. er dreht sich in 24 Stunden um sich selbst. Eine Luftmasse ist dort sowohl gegenüber dem Erdboden als auch gegenüber der Erdachse in Ruhe.
4. Wird nun ein Luftpaket vom Äquator in Richtung Pol bewegt, so ist dieses Luftpaket im Vergleich zum Untergrund stets zu schnell, in umgekehrter Richtung stets zu langsam. Die Trägheit der Luftmasse führt zur scheinbaren Ablenkung, d.h. die Erde bewegt sich unter der Luftmasse weg.

Die Corioliskraft ist die entscheidende Größe für die Erklärung von Passat, Jetstream, Monsun, dynamischem Tiefdruckgebiet, Tornado, Hurrikan und vielem mehr. Die Corioliskraft wirkt auch bei Meeresströmen und bei Magmaströmen.