Grundmodell eines Luftkreislaufs

Sonderfälle: Steuerung durch das Relief am Boden

Luftkreisläufe werden durch Gebirge stärker beeinflusst, als man glauben möchte. Eine Untersuchung des DLR hat gezeigt, dass die skandinavischen Gebirge mit einer Höhe von etwa 2000 m westliche Luftmassen bis an die Tropopause hochdrücken. Nur so ist es zu verstehen, dass z.B. die Alpen für Luftmassen ein entscheidendes Hindernis darstellen.
Der Stau vor einem Gebirge erfasst das Vorfeld von etwa 100 km. Hier wird Luft nicht durch Thermik sondern durch nachrückende Luft hochgedrückt.
In dieser Luv-Lage kann es dabei zu Steigungsregen kommen. Dabei kühlt Luft beim Aufstieg zuerst trockenadiabatisch ab (Temperaturgradient 1°C/100 m).
Wenn dann das Kondensationsniveau erreicht ist, d.h. wenn sich erste Wolken bilden, dann wird durch die Kondensation sog. Kondensationswärme frei. Nun verläuft der weitere Aufstieg feuchtadiabatisch (Temperaturgradient 0,6°C/100m). Dies führt zu weiterer Kondensation und zu Niederschlägen.
Beim Überschreiten des Gebirgskammes beginnt die meiste Luft wieder abzusinken. Die Wolken lösen sich hierbei fast augenblicklich auf. Die Luft erwärmt sich trockenadiabatisch (Temperaturgradient 1°C/100m). Der Fallwind ist deshalb warm und sehr trocken (Föhn, Chinook).
Luft in größerer Höhe bildet hinter dem Hindernis meist Wirbel, sog. Leewellen. In solch einer Leewelle erzeugt die aufsteigende Luft die typische Föhnwolke (Altocumulus lenticularis).

 



Wie wird das Grundmodell durch die Land-Meer-Verteilung verändert?

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