Die Gewitter vom 21.7.1992

Das Bayern-Relief (vom DLR) Die Blitzeinschläge im Verlauf des Tages
zum Bild der Tagessummen

Aufgaben zur visualisierten Blitzstatistik vom 21.Juli 1992

Vergleiche Blitzdichte und Oberflächenformen. Gibt es einen Zusammenhang?
Versuche herauszufinden, welche These stimmt:

a) Die Blitzhäufigkeit ist über Beckenlandschaften besonders groß.

b) Die Blitzhäufigkeit ist an Beckenrändern besonders groß.

c) Die Blitzhäufigkeit ist in Mittelgebirgen besonders groß.

Benenne anschließend die bayerischen Landschaften, die am 21. Juli 1992 besonders hohes Blitzaufkommen hatten.

Die naturkundlichen Erklärungsansätze:
Zu a) Beckenlagen sind im Sommer besonders warm.
Zu b) An Hängen (Beckenrändern) treten starke Aufwinde auf, insbes. bei der am 21.7.92 herrschenden SW-Wetterlage.
Zu c) Die zahlreichen Wälder in Hügelländern und in Mittelgebirgen bewirken eine sehr starke Verdunstung von Wasser.

Wie kommt es zu starken Gewittern?

- Die Sonne scheint auf den Boden und erwärmt ihn.
- Der Boden erwärmt die bodennahe Luftschicht.
- Die erwärmte Luft steigt auf (Thermik).
- Wasserflächen und Pflanzen lassen viel Wasser verdunsten, sie bleiben relativ kühl.
- Ackerflächen und Gestein erwärmen sich besonders leicht.
- Wenn Luft aufsteigt, so kühlt sie ab.
- Die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit kondensiert in der Höhe wegen der Abkühlung, es kommt zur Wolkenbildung und zu Niederschlag.
- Je rascher die Luft aufsteigt, umso leichter kommt es zu einem Gewitter.
- Herannahende Kaltluft (Kaltfront) zwingt warme Luft zum Aufsteigen, sodass es an einer Kaltfront zumeist zu Gewittern kommt.