Klima-Elemente in Satellitenbildern

Die Oberflächentemperatur der Meere (SST) ermöglicht verschiedene klimatische Aussagen:
- Wegen der hohen Wärmekapazität von Wasser erlauben Oberflächentemperatur-Angaben einen guten Rückschluss auf die eingestrahlte Wärme in einer Region.
- Das hohe Wärmespeichervermögen erlaubt Aussagen zum sog. maritimen Klima in den Küstenlandschaften.
- Sind Oberflächentemperaturen höher bzw. tiefer, als es die Breitenlage erwarten lässt, dann liegt ein warmer bzw. kalter Meeresstrom vor. Gerade diese Meeresströme haben einen sehr großen Einfluss auf das Küstenhinterland.


Oberflächentemperaturen der Meere (am 19.5.2000) in F°
(aktuelles SST-Bildmosaik aus Daten der Wettersatelliten)

weiß = Packeisflächen
blau = kaltes Oberflächen-Wasser (Blautöne von -6 bis etwa 15 Grad Celsius)
rot = sehr warmes Oberflächen-Wasser (Rottöne von 15 bis 35 Grad Celsius)
Es werden die oberen 6 mm der Wasserflächen gemessen. Die Genauigkeit beträgt 1 C°.

Die Umrechnung  Celsius in Fahrenheit und umgekehrt ist etwas schwierig:
Wenn Wert in C° gegeben ist:  x F° = (Wert C° mal 1,8) + 32
Wenn Wert F° gegeben ist: x C° = (Wert F° - 32) : 1,8 

Die kalten Meeresströme an den W-Küsten der Kontinente verursachen extreme Küstenwüsten im Hinterland, z.B. der Benguelastrom (Wüste Namib) und der Humboldt-Strom (Wüste Atacama).

Die warmen Meeresströme - Beispiel Golfstrom - bringen für kalte Gebiete mildes Klima und halten die Meere auch im Winter für die Schifffahrt frei.

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