Die Windmessung am Boden: Anemometer und Windsack

Wie kann man Wind messen? Was gibt es bei Wind zu messen?

Die Windrichtung wird von der Wetterfahne, die sich in Windrichtung stellt, erfasst.
Die Windstärke wird mit unterschiedlichen Methoden gemessen.
Einmal wird die Schrägstellung eines vom Wind angewehten, bei Windstille senkrecht herunterhängenden Staublattes registriert.
Ein Anemometer ist ein Drehkreuz mit Halbkugeln, in die der Wind hineinbläst. Die Drehgeschwindigkeit wird aufgezeichnet und in m/s oder in Knoten (=Seemeilen/h) umgerechnet.
Auch die Schätzung der Windgeschwindigkeit über Beobachtungen in der Natur ist weit verbreitet. Sie ist Grundlage für die Windstärke-Skala nach Beaufort. Heute hat man diese Skala von 12 auf 17 Stufen erweitert, damit man auch extreme Windgeschwindigkeiten
beschreiben kann. Beispiele:

Beaufort-
grad
Auswirkung m/sec km/h Knoten
0 Windstille; Wind steigt gerade empor 0-0,2 0-0,4 0-1
4 Hebt Staub und loses Papier; bewegt Zweige und dünne Äste 5,5-7,9 19,5-28,4 10-13
8 Bricht Zweige von den Bäumen; erschwert erheblich das Gehen im Freien 17,2-20,7 61,7-74,5 31-37
10 Entwurzelt Bäume 24,5-28,4 87,9-102,2 45-52
12 Orkan, nicht beschreibbar 32,7-36,9 117,5-132,8 61-68
17 nicht beschreibbar über 56,1 über 202 über 102

Merke: Die in meteorologischen Karten vermerkten Angaben in Knoten lassen sich einfach in km/h umrechnen. Vergleiche dazu die beiden letzten Spalten in der Tabelle!
Das Symbol meint allerdings etwas anderes. Jeder Fähnchenstrich zählt in der Wetterkarte als 10 Knoten, es wird aber bei 2 Knoten begonnen. Damit meint das Fähnchen 42 Knoten, das ist Beaufort 9.