Jetstream-Karten aus Satellitendaten werden zur Vorhersage von dynamischen Tiefdruckgebieten benutzt


Das linke Bild vom Januar unterscheidet sich grundlegend vom rechten Bild aus dem Mai

In diesen Computerkarten werden die Strahlströme der oberen Troposphäre im 300 mbar-Niveau (das ist eine Höhe zwischen 8 und 18 km) dargestellt. Es gibt noch weitere Strahlströme in viel höheren Schichten, die den Meteorologen weniger interessieren.
Jetstreams entstehen durch unterschiedlich hohe Tropopausenflächen. Beim Druckausgleich zwischen hohen und niedrigen Flächen lenkt die Corioliskraft die polwärts strebenden Winde in den Jetstream um. Einen Jetstream kann man sich als geschlossenes Windkanalsystem rund um den Erdball vorstellen. Je drei Jetringe liegen an den Tropopausenknicks der Nord- und Südhalbkugel:

Der Subtropenjet (STJ) liegt in der Nähe der Wendekreise. Er verläuft relativ geradlinig. Die beiden Subtropenjets (Nord und Süd) begrenzen den tropischen Kreislauf (Hadley-Zellen, Passatzirkulation)

Der Polarfrontjet (PFJ) bestimmt weitgehend das Wettergeschehen der gemäßigten Breiten. Er steuert hier die wandernden Tiefdruckgebiete. Dieser PFJ erzeugt in seinen Kurven auf der einen Seite Tiefdruckgebiete, auf der anderen Seite Hochdruckgebiete. Der mäandrierende Jet schlängelt sich gleichzeitig über den Globus und zieht dabei die Tiefdruckgebiete mit sich.
Interessant ist deshalb ein Vergleich zwischen der Jetstreamkarte und einem Wolkenbild.