Aufbereitung der Rohdaten

Nachdem wir die Rohdaten von der ESRIN aus Italien auf CD-ROM erhalten hatten, mussten wir die Daten für unsere verschiedenen Programme aufbereiten.

Normalerweise bekommt man die Daten in einem sog. Rohformat. Je Band (=Sensor-Kanal) werden die Bildpunkte Zeile für Zeile abgelegt. Um diese Dateien lesen zu können, braucht man zwei wichtige Informationen: Wie lang ist eine Zeile (Breite in Pixel) und wieviele Zeilen hat ein Band (Höhe in Pixel). Diese Informationen werden auf einer kleinen Datei im ASCII-Format mitgeliefert. Über einen ASCII-Editor (bei Windows mitgeliefert) kann diese Datei gelesen werden.

Nun werden die "Bänder" einzeln auf Festplatte kopiert (bei einer Szene jeweils über 30 MB). Dann wird der Schreibschutz entfernt (über Eigenschaften der Datei). Dann wird die Endung in ".raw" umbenannt. Jetzt kann PaintShopPro das Format lesen. Man muss nur noch Breite und Höhe eingeben. Wenn die Datei richtig gelesen ist, dann sind Umrisse zu erkennen. Wenn eigenartige Linien angezeigt werden, dann haben die Angaben über Breite und Höhe nicht gestimmt.

Für "Idrisi" oder "Landsat" werden die Daten in einem eigenen Verzeichnis als ".raw" abgelegt. Jedes Band muss einen sehr kurzen Namen haben, z.B. aus 2 Buchstaben, dann folgt noch die Nummer des Bandes, z.B. "ch1.raw". Danach kopiert man eine beliebige DOC-Datei aus einem Idrisi- oder Landsat-Ordner in das Verzeichnis, in dem z.B. ch1.raw liegt.
Nun muss man noch die DOC-Datei über den ASCII-Editor verändern, damit die Breite (columns) und die Höhe (=rows), die Kanalbezeichnung (hier 1), der Titel und das Datum stimmt. Dann wird die Datei unter der Bezeichnung ch1.doc abgelegt. Über den Windows-Explorer wird nun auch noch die Endung der Bilddatei von ".raw" auf ".img" geändert. Damit ist der erste Datensatz für "Landsat" oder "Idrisi" lesbar.

Für "ENVI-Freelook" und "PaintShopPro" legt man die eingelesene Datei am besten als unkomprimiertes ".TIF" in einem eigenen Ordner ab. Die Bezeichnungen sollten so lauten, wie bei "Landsat".
Da Szenen zu groß für die Schulrechner sind, sind nun noch Bildausschnitte zu erstellen.
Dies kann man gleich beim Einlesen der Rohdaten machen. Hier muss man sehr genau arbeiten. Die Ausschnitte zu den einzelnen Bändern müssen absolut deckungsgleich sein. Mit PaintShopPro geht das sehr gut, damit arbeiten auch Profis.

Die Anpassung von DGMs (digitales Gelände-Modell) und von Karten an Satellitenbildausschnitte ist sehr zeitraubend. Mit PaintShopPro gelingt aber auch dies. (Siehe Resampling im Tutorial.)