Panchromatische Fotos aus dem All

Panchromatisches Bild von Gröbenzell

Ein einkanaliges Satellitenbild ist ein unscharfes Schwarz-Weiß-Foto, es ist kein generalisiertes Bild wie eine Karte oder der Atlas und es ist kein Kunstfarbbild wie ein Komposit, das aus zwei oder drei Satellitenbilddatensätzen gemixt ist. Panchromatische S/W-Bilder (= PAN) umfassen den Spektralbereich von Blau über Grün und Rot bis hinein ins Nahe Infrarot (= NIR). Mit diesem Spektralbereich ist Vegetation auch im S/W-Bild (wegen NIR) sehr gut zu differenzieren. Dies gilt für den normalen panchromatischen Film ebenso wie für das Satellitenbild.
SPOT (PAN) bzw. Landsat 7 (PAN) bzw. IRS-1C (PAN) bzw. MOMS (PAN) sind Quellen für solche S/W-Fotos aus dem All.
Panchromatische Satellitenbilder werden bevorzugt zur Erfassung von Strukturen (Wegenetz, Flur- und Siedlungsformen) verwendet.
Komposite von Multispektralscannern werden im Gegensatz dazu zur Analyse der Bodennutzung, der Gewässerqualität oder der Feuchtezonen benutzt.

Durch die große Distanz von etwa 800 km zwischen Aufnahmesystem (Satellit) und Aufnahmeobjekt (Landschaft) kommt es zur "Unschärfe" der PAN-Bilder, d.h. ein Bildpunkt entspricht etwa einer Fläche in der Natur von 6,5 m x 6,5 m. Feinere Details können nicht erkannt werden. Auf einem normalen S/W-Foto-Abzug ist es im Prinzip ebenso: Nehmen Sie ein sehr gutes Vergrößerungsglas und Sie sehen die durch die Auflösung des Filmmaterials vorgegebene "Unschärfe".

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