Lavastrom

Ein Lavastrom ist eine flüssige Gesteinsmasse, die sich bei einer effusiven Eruption über die Erdoberfläche ergießt. Sowohl die sich noch bewegende, als auch die bereits erstarrte Lavamasse wird als Lavastrom bezeichnet. In der Mitte des Lavastroms ist die größte Geschwindigkeit, am Rand kann die Lava gleichzeitig erstarren. So bilden sich manchmal km-lange Lavatunnel (Lanzarote)Sehr dünnflüssige Lava (Hawaii) kann bis zu 50 km/h schnell ausfließen. Die Länge der Lavaströme variiert je nach Relief, Dünnflüssigkeit und Nachschub. Aus USA und Australien sind zwei Lavadtröme von 160 km Länge bekannt.


Als "Stricklava" erkaltete dünnflüssige Lava (Lanzarote)


An einem Lavakrater auf Lanzarote

Bei Stricklava wird die dünne Kruste von der darunter fließenden Lava zu "Stricken" zusammengeschoben.

Bestimmte, sehr zähe Lavaströme bestehen nur aus Lavablöcken, die außen abgekühlt und im Innern noch flüssig sind. (Blocklava)

Bei langsamer Abkühlung erstarrt die Lava in vertikalen 6-eckigen Säulen. Unten sehr regelmäßig wegen der langsameren Abkühlung, oben weniger regelmäßig.

Sehr große Basaltdecken sind aus Indien bekannt. Dort war an der Stelle der heutigen West-Ghats die Erde in einer N-S-Spalte aufgebrochen. Hier wurden die sog. Flutbasalte (=Trappdecken) gefördert.