Didaktische Ansätze

von R.Roseeu

Von der Information zur Präsentation -
das ist handlungsorientiertes Methodentraining

Die didaktischen Zielsetzungen

Informationsverarbeitung Konzept Lernzirkel

Informationen sind rund um uns in unendlicher Vielfalt vorhanden. Die Umwelt, die Mitmenschen, die Medien, wir selbst sind Träger von Informationen.
Ich nenne diese abstrakte Menge Informationsraum.
Der Hauptzweck von Schule oder Ausbildung ist die Erschließung von Informationsräumen für den einzelnen Schüler (nicht für eine Gruppe oder Klasse!). Dieses Erschließen kann sehr unterschiedliche Qualitäten haben. Entscheidend ist dabei, dass im Kopf des Schülers ein individueller Wissensraum entsteht.
Wissensraum ist für mich die abstrakte Menge des persönlichen Wissens.
Was ist nun solch ein individueller Wissensraum? Sicher nicht die Ansammlung von Informationen. Was dann? Es ist die richtige Zuordnung von Begriffen zu Oberbegriffen, der Wesens- und Sinngehalt von Begriffen, die Kenntnis von der Bedeutung und der Tragweite von begrifflichen Inhalten und schließlich die Kenntnis davon, wie Begriffe und Inhalte verknüpft und vernetzt sind. Stets gibt es hierbei zwei alternative Ansätze, den quantitativen und den qualitativen.
"In welche Kategorie gehört ein Begriff?", das ist eine quantitative Frage.
"Welchen Stellenwert hat ein Begriff im Gesamtsystem?", das führt auf eine qualitative Zuordnung.

Nun erfüllt Wissen keinen Selbstzweck. Wissen sollte Teil der individuellen Persönlichkeit sein. Wissen formt das Individuum, macht es zum gebildeten Menschen. Dieser Anspruch ist eng verknüpft mit der persönlichen Fähigkeit mit Wissen "kompetent" umzugehen. Da gilt es Arbeitstechniken zu lernen und einzuüben. Die Verknüpfung von individueller Motorik und individuellem Wissen ermöglicht einen individuellen Erfahrungsschatz, es entsteht ein individueller Kompetenzraum. Soziale Kompetenz, Persönlichkeitskompetenz, Methodenkompetenz und Fachkompetenz sind wesentliche Teilräume. Je besser der persönliche Kompetenzraum entwickelt ist, umso selbstsicherer kann sich ein Mensch in seinem Umfeld zurechtfinden. Die Fähigkeit und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen ist wiederum stark vom persönlichen Kompetenzraum geprägt.

Die Informationsverarbeitung beinhaltet die elementaren Stationen bei der Gestaltung individueller Kompetenzräume. Die Realisierung als Lernzirkel und die Betreuung durch Lehrer oder Tutor verstärkt die sozialen Bezüge, die in der Informationsverarbeitung einen breiten Raum einnehmen.

K.Westphalen fordert 2000 in seiner Vorlesung "Probleme und Chancen des Fachunterrichts" eine Besinnung auf vier Schwerpunktbereiche, dabei übernimmt er die Vorstellungen von Klafki:
1. Kenntnis der wichtigsten Verständigungsmittel, (im Informationsraum)
2. Ordnung in der Vorstellungswelt in Form von systematischem Wissen, (im Wissensraum)
3. Vertrautheit mit großen Gegenständen, "an denen sich im Laufe der Geschichte immer wieder das Staunen, das Nachdenken, das Diskutieren entzündet hat", (im Kompetenzraum)
4. Auseinandersetzung mit den großen Gegenwartsproblemen. (im Kompetenzraum)

Diese vier Schwerpunktbereiche sollten helfen, der "Informationsverarbeitung" als methodischem Instrument die geeigneten Inhalte zuzuordnen. Die Fassung für Schüler erhellt das Konzept.

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