Auwald-Details

Definition:

Auen sind Lebensräume, die in ihren ökologischen Bedingungen vorwiegend durch uneingeschränkten Kontakt mit dem schwankenden Wasserstand eines Fließgewässers geprägt sind. Sie umfassen nicht nur die überschwemmte Au mit ihren periodischen ( z.B. Frühjahrshochwasser) und episodischen ( z.B. Sommerhochwasser, Spitzenhochwasser) Überflutungen, sondern auch die "Grundwasserauen", deren Grundwasserkörper die Wasserstandsschwankungen der Fließgewässer     zeitverzögert und gedämpft nachvollziehen.

Literatur: Stadt Ingolstadt, Naturraum Ingolstadt, 1989, S.12

 

Brennen oder "Schüttn" sind junge Kiesaufschüttungen in der Donauaue. Auf trockenen flachgründigen Kiesböden gedeihen auf den Brennen artenreiche Magerrasen bzw. lockere Kiefernwälder mit oft seltenen  trockenheitsertragenden oder wärmeliebenden Pflanzen. Auf älteren Luftbildern sind Brennen in noch größerer Zahl zu erkennen.


 

Die Altwasser - die "Lohen" - vor allem im südlichen Bereich Donau zwischen Ingolstadt und Neuburg/ Donau, sind für den Arten- und Biotopschutz die wichtigsten Feuchtstandorte im mittelbayerischen Raum. Daneben gibt es hier auch einige von Menschenhand  geschaffene Kanäle (z. B. Militärkanal) mit wertvollen Biotopen. 

Auf den "Schüttn" wachsen seltene und gefährdete Pflanzenarten, auch heimische Orchideen. Besonders reizvoll ist im Frühling die Blüte der Märzenbecher (Leucojum vernum, Amaryllisgewächse) auf mullreichen Böden des Auwaldes. I

Im Auwald wachsen zahlreiche unter Naturschutz stehende Pflanzen. Eine Rarität auf nährstoffreichen, etwas kalkhaltigen Böden ist der  Seidelbast (Daphne mezereum, Seidelbastgewächse) mit seinen stark duftenden Blüten.

                              

Fotos: Vitus Brosinger, 2002 

Aufgabe:

1. Erkläre den Satz  "Keine Aue ohne Wasser".

2. Bestimme diese äußerst seltene Blütenpflanze des Auwaldes.

   

Links zum Thema Auen:
http://www.donauauen.de
http://www.ingolstadt.de/expo/linkliste_auen_de.htm


 Lohen - Satellitenbilder