S506: Rondonia - Trial & Error im Regenwald
Ein Vergleich der Situationen seit 1975


Landsat 2, MSS, RGB=(432) vom 19.6.1975 (USGS - Internet)

1975 gab es nur eine neue N-S-Straße parallel zum Fluss mit einer Abzweigung.

Im sonst unberührten Urwald sind die Täler und Höhenrücken gut zu erkennen.

Hier eine Flusskarte zum Gesamtgebiet.


Landsat 5, MSS, RGB=(432) vom 1.8.1986 (USGS - Internet)

Zwischen 1975 und 1986 erfolgte die erste große Kolonisierung.
Erschließungsstraßen wurden im Abstand von 5 km angelegt.
Zur N-S-Straße am Fluss gibt es eine zweite geradlinig verlaufende N-S-Straße. Die Stadt Ariqueme ist an der Straßenabzweigung entstanden.
Unterschiedliche Rottöne zeigen die unterschiedliche Nutzung:
Regenwald dunkelrot, Nutzung auf den Rodungsflächen leuchtendes Rot.
Kleinflächen bestimmen das Bild.


Landsat 4, TM, RGB=(432) vom 22.6.1992 (USGS - Internet)

1992 haben sich die Rodungsflächen auf den 2,5 km breiten Streifen beidseits der Erschließungsstraßen stark ausgeweitet.
Im Westen ist ein großes Bergbaugebiet entstanden. Viele Großflächen zeigen die Entstehung von Großgrundbesitz durch Aufkauf von Flächen der ersten Kolonisten.
Die Stadt Ariqueme und eine große Siedlung in der oberen Mitte des Bildes haben sich stark entwickelt.


Landsat 7, ETM+, RGB=(432) vom 2.8.2001 (SatGeo - USGS)

Im Jahr 2001 ist der eigentliche Regenwald auf kleine Flächen zurückgedrängt. Die Siedlungen sind weiter gewachsen, der Bergbau hat sich ausgeweitet, die Großgrundbesitztümer haben an Zahl und Größe zugenommen.
In der Grünfassung (Originalauflösung) lassen sich auch die Schäden durch Bodenerosion erkennen.
Neue Brandrodungen wurden 2001 nur noch wenige vorgenommen. Vielleicht hat man eingesehen, dass sich der Boden nur kurzfristig nutzen lässt, dass also der hohe Einsatz von Arbeit sinnlos ist.
Zum Vergleich 1992 - 2001.