Textstellen zum Kit 2: Die Erde von oben
Satellitenbilder entstehen aus der Kartenprojektion von Messwerten;
Das Gradnetz der Erde verstehen

Textbausteine aus der Schüler-Mappe


Geostationäre Aufnahmen der Erde

Die meisten Wettersatelliten folgen einer geostationären Umlaufbahn in einer Höhe von 36 000 km über dem Äquator, von wo aus sie ständig die Wetterentwicklung auf der Erde beobachten.

Bild 1

Diese Aufnahmen stammen von dem amerikanischen Satelliten GOES-8 (Position 75° West) und dem japanischen Satelliten GMS (Position 140° Ost).


Kontinente und Ozeane

Bild 2

Die Kontinente, die sich zum größten Teil auf der Nordhalbkugel befinden, stellen weniger als ein Drittel der gesamten Erdoberfläche. Es existieren fünf Kontinente: Eurasien, Afrika, Amerika, Australien (mit Ozeanien) und die Antarktis. Es gibt fünf Ozeane: Pazifik, Atlantik, Indischer Ozean, Arktischer Ozean und Südpolarmeer.

Um sich auf der Erde zurechtzufinden, hat der Mensch Längen- und Breitenkreise als gedachte Linien definiert:
Der Äquator ist ein Kreis, der sich in gleichem Abstand zum Nord- und Südpol befindet. Er trennt die Erde in zwei Halbkugeln. Die Breitenkreise verlaufen parallel zum Äquator. Die Längenkreise laufen über Nord- und Südpol. Der 0. Längengrad läuft durch Greenwich bei London.


Bild 3

Die Troposphäre, die die Erde umgibt, ist nur 20 Kilometer dick. Auf diesem Bild entspricht das weniger als einem Millimeter.

Die Erde ist ein Planet, der sich in 24 Stunden um die eigene Achse dreht. Damit entstehen Tag und Nacht. Die Erde dreht sich gleichzeitig in 365,25 Tagen um die Sonne. Die Erdachse steht dabei nicht senkrecht zu ihrer Bahn um die Sonne, sondern sie hat einen festen Neigungswinkel von 23°27'. Dies bedeutet, dass das Sonnenlicht zu verschiedenen Jahreszeiten den Globus aus unterschiedlicher Position beleuchtet. Damit entstehen auf der Erde Jahreszeiten, Vegetations- und Klimazonen.


Die Pole der Erde

Bild 7

Radarbild der Antarktis, aufgenommen von dem kanadischen Satelliten Radarsat.

Ein Radar zeigt die Oberflächengestalt der Erde. Die Messwertkarten in Graustufen zeigen die Bodenrauheit und das Relief. Die eingerahmte Aufnahme besteht aus mehreren Tausend, zu einem Mosaik zusammengefügten kleinen Bildern, die die gesamte Antarktis zeigen.

Bild 8 und Bild 9

Bilder der Nord- und Südhalbkugel, die aus einem Mosaik von Aufnahmen des Satelliten Envisat erstellt wurden. Diese Sicht der Erde ist ungewöhnlich, denn normalerweise sehen wir sie von der Äquatorebene aus.

Bilderserie 10

Diese vier Aufnahmen des Satelliten ERS-1 zeigen die Bildung und Entwicklung von Meereis in der Antarktis im südlichen Winter. Das Meereis braucht für seine Entstehung bis zum Erreichen seiner größten Ausdehnung knapp sechs Monate.


Die Funktionen von Erderkundungssatelliten

Bild 11

Die Erde wird nicht immer in Form einer Kugel dargestellt, sondern kann auch, wie auf diesem Satellitenbild, eben abgebildet werden.

Bei dieser Projektion können beide Halbkugeln der Erde auf einem Bild dargestellt werden. Diese Abbildungsart führt jedoch zu Verzerrungen: die Antarktis und Grönland erscheinen bei dieser Projektion sehr viel größer als in der Wirklichkeit.


Die Rotation der Satelliten um die Erde

Bild 12

Der Satellit überfliegt bei seiner Erdumrundung die Polargebiete, die Erde dreht sich jedoch gleichzeitig um sich selbst. Der Weg des Satelliten muss somit in der Bildkarte als gebogen darstellt werden.

Die gelben Linien auf der unteren Aufnahme zeigen die Flugbahn des Satelliten. Er umrundet die Erde 14 Mal pro Tag.

Bild 13