Zollstelle Gröbenzell


Die Bedeutung der neuen Straße wuchs als der Kurfürst Maximilian die Schwaige Grasslfing 1605 erbaute.

Die Schwaige (=Gutshof) diente zur "Aufrichtung raren Gestüts und Schweizer Vichzügl" und stellte eine Art Mustergut dar.
Die Holzanalyse von Resten des Zollhäusls am Gröbenbach ergaben genau diese Jahreszahl. Da war bereits der dritte "Gröbenhüter" im kurfürstlichen Dienst.

Um 1750 wurde das Zollhaus neu erbaut. Der Grundriss vom Maurermeister sah so aus:

"Schuh" war damals ein Längenmaß.
Viehstall = 24 Schuh, Stadl = 11 Schuh, Menschert Kammer = 9 Schuh, Rosskammer = 9 Schuh, Rossstall = 15 Schuh, Flöz (Gang) = 8 Schuh, Küchen = 8 Schuh, Stuben Kammer = 8 Schuh, Stuben Kammer = 14 Schuh.

1766 wurde eine neue Mautordnung erlassen, damit wurde die Gröbenzeller Zollstation geschlossen.
Die Zollstation wurde 1792 an Rasso Zwickl verkauft. Er nutzte den Besitz als Weidefläche (6 Tagwerk) und das Fischwasser.
Damit begann ein längerer Streit mit den Aubinger Bauern, welche die Weideflächen im Moos schon lange vor dem Zollhäusl genutzt hatten.

1888 erwarb Justizrat Dr.Troll den Hof, er war einer der Begründer der späteren Gemeinde Gröbenzell. Aus dem Bauernhof wurde später der "Gröbenzeller Hof".