Erläuterungen zu den benutzten Quicklooks von Landsat 7

4. Zur Benutzung von NDVI-Karten zu Quicklooks
Die unterschiedliche Aktivität der pflanzlichen Biomasse lässt sich auch über den NDVI messen. Der "normalisierte Differenzen-Vegetations-Index" hat theoretisch Zahlenwerte zwischen -1 und +1. Dabei geben die positiven Werte an, wie stark die Vitalität der pflanzlichen Biomasse ist. In den Farbkarten bedeutet dies: Je dunkler das Grün, umso intensiver das aktuelle Wachstum.
Warum ist das so?
Die pflanzliche Zelle braucht für die Photosynthese blaues und rotes Licht, das absorbiert sie. Das nahe infrarote Licht wird bei einer Zelle, die in vollem Wachstum ist (glatte Zellwände), fast vollständig nach oben zum Satelliten reflektiert.
Wachstumsdefekte durch Trockenheit, Krankheiten oder das Altern der Pflanzen bewirken, dass das nahe infrarote Licht nunmehr durch "knittrige" Zellwände gestreut wird und damit den Satelliten nicht mehr trifft. Gleichzeitig braucht die Pflanze weniger rotes Licht für die verminderte Photosynthese.
Diese Zusammenhänge werden über den Rechenwert des NDVI genutzt.

Der NDVI ist eine Verhältniszahl (ohne Einheit) mit Werten zwischen -1 und +1:

NIR-Rot
NIR+Rot

Die Zahlenwerte werden über eine spezielle Farbpalette in Farben umgesetzt.


Vergleich zweier Situationen: 13.9.1999,
Mouseover: 7.3.2000

Die NDVI-Quicklooks im QL-Atlas wurden aus den RGB=(543)-Daten über ein eigenes Rechenprogramm ermittelt. Da die Quicklooks der NASA als JPG-Dateien abgelegt sind, gibt es bei der Weiterverarbeitung eine starke Qualitätsminderung. Das nachfolgende Beispiel zeigt den Qualitätsunterschied.

NDVI nach Originaldaten
 NDVI-Original -
Mouseover zeigt das aus einem Quicklook gewonnene NDVI-Bild
beide zum Datum 13.9.1999

Der Vergleich zeigt auch, wie sich die Entzerrung bei Originaldaten auswirkt.

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