Kleines Glossar zu Luftkreisläufen

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Verdunstung

Die Wassermoleküle haben unterschiedliche Molekularbewegung. Bei warmem Wasser ist die Molekularbewegung größer als bei kaltem Wasser.
Bei der Verdunstung von Wasser treten die schnellsten Wassermoleküle aus der Wasseroberfläche aus, sie werden damit unsichtbar. Diese Wassermoleküle bilden dann den unsichtbaren Wasserdampf in der Atmosphäre. Bei diesem Verdunstungsvorgang nehmen die besonders schnellen energiereichen Wassermoleküle ihre Energie mit. Dies bedeutet, dass sie dem Wasser Energie entziehen. Man spricht von Verdunstungskälte, da das zurückbleibende Wasser beim Verdunstungsvorgang abkühlt. Die Energie steckt als latente Wärme im Wasserdampf.

Je wärmer Wasser ist, umso mehr Wasser kann verdunsten. Die Verdunstung entzieht dem Wasser Energie, die bei der Kondensation (Entstehung von Wolken) an die Luft abgegeben wird.

In der tropischen Zirkulation sind Verdunstung und Kondensation der Antrieb des Systems. Dabei spielen die tropischen Wälder eine zentrale Rolle. Aus Bildern vom Shuttle (NASA) kann der Effekt besonders gut abgeschätzt werden: Wolkenbildung über dem Wald, nicht aber über Meer, Fluss oder Sand: