Textstellen zum Kit 3: Die Weltbevölkerung
Die Interpretation eines Satellitenbildes bedarf vieler Zusatzinformationen;
deshalb Geodaten (GIS) nutzen!

Textbausteine aus der Schüler-Mappe


Weltweite Bevölkerungsverteilung

Bild 1

Die Arktis besteht hauptsächlich aus Packeis, sie weist nur sehr wenig Festland auf. Im Winter, wenn sich die Eisfläche fest gebildet hat, können sich Jäger wie die Eskimos zeitweise auf dem Packeis aufhalten (Bildbreite 1150km).

Bild 2

Das Ballungsgebiet von San Francisco hat 7,5 Millionen Einwohner. Einige große Ballungszentren weisen eine Bevölkerungsdichte von über 15 000 Einwohnern pro km² auf.

Bild 3

Im Herzen des Amazonaswaldes, einem schwer zugänglichen und für außerhalb dieser Region lebende Bevölkerungsgruppen unwirtlichen Gebiet, leben zahlreiche Indianerstämme. In diesen dünnbesiedelten Gebieten bleibt die Natur erhalten. Die Bevölkerungsdichte in Amazonien liegt bei vier Einwohnern pro km².

Bild 4

Manche Regionen sind wegen der dort vorherrschenden Kälte, Trockenheit oder aufgrund ihrer Höhe nur sehr dünn besiedelt. Die Wüste Namib ist praktisch menschenleer, sie ist eine der heißesten Wüsten der Erde.

Bild 5

Neu-Delhi, die Hauptstadt Indiens, hat über 17 Millionen Einwohner. Die junge, erst 1931 gegründete Stadt liegt direkt südlich der alten Hauptstadt Delhi.

Merke:

Im Jahr 2005 lebten 6,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Die Bevölkerungsdichte beträgt 50 Einwohner pro km². Aber die menschliche Bevölkerung ist sehr ungleichmäßig über die Erde verteilt. Es existieren völlig menschenleere Gebiete sowie Regionen mit großen Bevölkerungsansammlungen.


Asien – eine bevölkerungsreiche Region

Bild 6

Auf dieser Satellitenaufnahme ist die nächtliche Beleuchtung der Städte festgehalten (öffentliche Beleuchtung, Straßen, Stadtzentren, Industriegebiete usw.). Die hell beleuchteten Gebiete weisen auf eine hohe Bevölkerungskonzentration hin, das sind gleichzeitig die wirtschaftsstarken Gebiete. Einige Regionen sind zwar dicht besiedelt, aber arm und haben so gut wie keine Straßenbeleuchtung, sie sind im Bild deshalb nicht zu erkennen.

Bild 7

Die beiden bevölkerungsdichtesten Gebiete befinden sich in Asien. Es fällt auf, dass Täler und Küstenregionen als helle Bänder erscheinen. Dies gilt vor allem für die Flüsse Ganges und Indus am Fuße des Himalaya-Gebirges. Flusstäler eignen sich hervorragend für die Landwirtschaft, was häufig eine hohe Bevölkerungsdichte zur Folge hat.

Heute leben immer mehr Menschen in Städten. Inzwischen konzentrieren die Städte 50 % der Weltbevölkerung. Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt auf weniger als 3 % der Erdoberfläche.


Siedlungsgebiete in Italien

Bild 8

Die Poebene, aufgenommen vom Satelliten Envisat

In Europa ist die Bevölkerungsverteilung ebenfalls sehr unausgewogen. Die äußerst fruchtbare, am Fuße der Alpen gelegene italienische Poebene mit ihrem günstigen Klima ermöglichte eine ausgeprägte landwirtschaftliche Entwicklung. Daraus entstanden Ballungszentren und eine rege Industrietätigkeit. Im Satellitenbild sind oben die Alpen mit Schnee und Gletschern zu sehen, in Richtung Süden säumen Wolken die Gebirgskette des Apennin.

Bild 10

Die verschiedenen italienischen Regionen, aufgeteilt nach dem Prozentsatz der Arbeitsplätze im Industriesektor

Die Regionen Italiens mit der höchsten Siedlungsdichte haben auch den höchsten Prozentsatz an Arbeitsplätzen in der Industrie.


Die Funktionen von Erderkundungssatelliten

Satelliten messen die Luftverschmutzung

Bild 11

Karte der Stickstoffdioxidemissionen (NO2) über Europa. Diese Grafik basiert auf Messungen eines speziellen Instruments an Bord des Satelliten Envisat zwischen Juli 2003 und Juli 2004. Die gelb und rot markierten Bereiche zeigen die Regionen mit den höchsten NO2-Emissionen. Sie entsprechen Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte und viel Industrie.

Grundlagen der Atmosphärenanalyse per Satellit

Bild 12 + Bild 13

Ein Satellit kann die Zusammensetzung der Atmosphärenverschmutzung auf verschiedene Weise messen.

Auf dem ersten Schema links analysiert der Satellit das chemische Spektrum der Atmosphäre eines Gebietes innerhalb weniger Minuten unter zwei verschiedenen Blickwinkeln, wodurch er Informationen über die Verschmutzung in verschiedenen Atmosphärenschichten erhält. Die eine Schicht wird zuerst von oben, dann kurze Zeit später von der Seite analysiert.

Eine weitere, auf dem zweiten Schema abgebildete Technik besteht in der Anvisierung eines bekannten Sterns. Das Licht des Sterns wird durch die Atmosphäre, die wie ein Filter wirkt, gemessen. Da die Eigenschaften der Lichtstrahlen dieser Sterne hinreichend bekannt sind, geben alle Abweichungen in Lichtfarbe und -intensität Aufschluss über die chemische Zusammensetzung der oberen Atmosphäre (Ozon, weitere Spurengase, Aerosole).