Braunkohletagebau in der Ville am 30.7.1984

Bei den  beiden Satellitenbildern handelt es sich um Aufnahmen des Satelliten Landsat 5 vom 30.7.1984 bzw. IRS-1D vom  9.6.2000. Es sind Falschfarbenbilder mit der Kanalkombination RGB=(3,4,1). Straßen und Besiedlung zeigen sich in einem dunklen Lila, etwas dunkler die Flüsse und schwarz/lila die sonstigen Wasserflächen. Die Vegetation wird durch die Farbe grün wiedergegeben, wobei Wald und ältere Vegetation etwas dunkler, frische etwas heller erscheint. Ackerflächen werden in einem rotbraunen Farbton angezeigt, die Sand- und Kiesflächen der Tagebaue pinkfarben. Lediglich die tiefer liegenden, feuchteren Kohleflöze erscheinen dunkler.

Die Landschaftveränderung ist deutlich zu erkennen: Der Tagebau Fortuns-Garsdorf ist abschlossen und wird z.Zt. verfüllt über eine Bandstraße vom Tagebau Hambach. Das gleiche gilt für den Tagebau Frimmersdorf-Süd, an den sich der Tagebau Garzweiler I anschließt. Der Ort Königshoven musste weichen und hat sich an den Ort Kaster angeschlossen, der als erhaltenswert eingestuft worden ist und deshalb der Umsiedlung entgangen ist. Ebenfalls musste die Erft verlegt werden (insgesamt viermal) und fließt jetzt zwischen Kaster und dem ehemaligen Tagebau Fortuna-Garsdorf in einem Bogen in Richtung Frimmersdorf. Im Rahmen der (forstlichen und landwirtschaftlichen) Rekultivierung ist eine neue Landschaft entstanden, bestehend aus Felder, Waldstücken und Wasserflächen. Die Vollrather und Neurather Höhe sind bis zu 176 m hoch und bestehen aus Abraum, sind also auch infolge des Braunkohletagebaus entstanden.