Hurrikan


Andrew vor der Mississippi-Mündung
zur Animation


Ein Hurrikan ist ein sehr starker tropischer Wirbelsturm. Er entsteht aus einer Gewitterzelle am Äquator in sehr kurzer Zeit. Sein Entstehen ist nicht vorhersehbar. Erst das Abdriften weg vom Äquator über einem tropisch warmem Meer (mindestens 26°C) lässt die Corioliskraft wirksam werden. Feuchte warme Meeresluft kondensiert beim Aufstieg in der Gewitterzelle. Dabei wird durch feuchtadiabatische Vorgänge Wärme an die Luft abgegeben. Dadurch wird diese leichter und kann nun schneller nach oben steigen. Diese Vertikalbewegung wird von der Corioliskraft auf der Nordhalbkugel in eine Linksdrehung verwandelt. Damit wird Wärmeenergie des Meerwassers in Rotationsenergie umgesetzt.
Also:
1. Wasser verdunstet an der Meeresoberfläche, damit wird dem Meer Wärme in Form von Verdunstungskälte entzogen. (Nach dem Durchzug eines Hurricans sind die Wassertemperaturen des Meeres stark erniedrigt.)
2. Feuchte Luft wird vom Aufwind im Hurrikan erfasst und nach oben befördert. Dieser Aufstieg führt zur Abkühlung und damit zur Kondensation, womit die dem Meer entzogene Wärme wieder an die umgebende Atmosphäre abgegeben wird (Kondensationswärme).
3. Die Erwärmung der Luft führt zum schnelleren Aufstieg der Luft.
4. Die Corioliskraft setzt die Beschleunigung in vertikaler Richtung in horizontale Drehbewegung um.
5. Die hohe Rotationsgeschwindigkeit drängt die Luft durch die Fliehkraft nach außen.
6. Damit entsteht auf der Wasseroberfläche im Auge des Hurrikan ein extrem niedriger Luftdruck. Zu diesem Tiefdruckgebiet über dem Wasser kann Luft nur von oben zufließen. Im Auge des Hurrikan stürzt die Luft deshalb von oben nach unten. Dabei lösen sich die Wolken auf. Um das Auge herum schießt die Luft spiralförmig nach oben. Kondensation setzt neue Wärme frei, Fortsetzung bei 3.

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