Form und Schwerefeld  der Erde  (Seite 1)

 

 

Für Navigations- und Vermessungszwecke benötigt man eine geeignetes mathematisches Modell der Erde:
  • Eine Kugel ist einfach zu beschreiben, für viele Zwecke aber zu ungenau.
  • Das Rotationsellipsoid ist an den beiden Polen etwas abgeplattet und nähert sich deshalb der tatsächlichen Form der Erde besser an.

Neben der äußeren Formgebung sind auch physikalische Eigenschaften zu berücksichtigen:

  • Das Geoid ist eine Niveaufläche des Schwerepotentials (Fläche gleicher Fallbeschleunigung) und entspricht der mittleren Oberfläche der freien Weltmeere. Diese Oberfläche wird gedanklich unter den Kontinenten fortgesetzt. Ein Schwerependel zeigt stets senkrecht zur Fläche des Geoids

Die Abweichungen zwischen Geoid und Rotationsellipsoid werden als Geoidundulationen bezeichnet.

Im Bild links sind die Variationen des Erdschwerefelds ausgedrückt durch Geoidundulationen
(blau: -100m...gelb: 0m...violett: +80m)

Zur Verbesserung des dreidimensionalen Eindrucks sind die Geoidhöhen 10 000-fach überhöht dargestellt. (Abb. GFZ Potsdam)

 

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